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Chronik

St. Georgen bei Salzburg, die nördlichste Gemeinde des Flachgaues, nahm nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges viele Flüchtlinge auf, die im benachbarten Kohlenbergwerk Trimmelkam Arbeit fanden. Von dem heute 2700 Einwohner zählenden Ort hörte man schon um 790. Einzelne Musikantengruppen gab es bereits vor dem Ersten Weltkrieg, doch die Zusammenführung erfolgte erst 1922 unter ihrem Lehrmeister "Obergegendner Andre".

Wöchentlich wurden zwei Proben in Lamprechtshausen abgehalten. Nach und nach brachte man sich das Spielen selbst bei. Der Anfang war wegen der schon bestehenden Kapellen in Oberndorf, St. Pantaleon und Bürmoos recht schwer, kamen doch aus der eigenen Gemeinde Schwierigkeiten besonderer Art. Die Kapelle war in Eching, einem Ortsteil von St. Georgen, gegründet worden und trug auch diesen Namen. Die St. Georgener und die Holzhausner (Ortsteil) bestanden aber auf den Namen "St. Georgener Musikkapelle".

Diese Uneinigkeit führte in den folgenden Jahren dazu, daß in den letztgenannten Ortsteilen die Musik aus St. Pantaleon herangezogen wurde. Dieser Zwist dauerte bis 1930, wozu die bestehenden Burschenschaften (Zechen) wesentlich beitrugen. Verwandtschaftliche Bande brachten vor dem Zweiten Weltkrieg jährliche Gegenbesuche mit den bayerischen Freunden zuwege. Nach der Überfuhr über die Salzach wurden sie von den "Bayern" mit einem Melksechten Bier empfangen und zum "Broatwieserwirt" geleitet.

Während des Zweiten Weltkrieges konnte unter schwierigsten Verhältnissen der Spielbetrieb mühsam aufrechterhalten und sogar in Lamprechtshausen musikalisch ausgeholfen werden. Seit Gründung der Musikkapelle waren Kapellmeister:

Die Kleidung war vielen Änderungen unterworfen. 1925 erste Tracht, die erste Uniform gab es 1937, eine zweite etwas später, 1962 die zweite Tracht und 1977 die dritte Tracht. 1987 erfolgte eine Neueinkleidung der Musikkapelle. Die Tracht besteht heute aus grauem Rock, roter Weste und einer Hirschlederhose. Die weiblichen Musiker tragen ein Dirndlkleid. Die Musikkapelle besteht zur Zeit aus 43 aktiven Musikern, und etwa 15 Jungmusiker in Ausbildung. Seit 1989 nimmt die Trachtenmusikkaplle regelmäßig an Konzert- und Marschwertungen teil. Der größte Erfolg war ein ausgezeichneter Erfolg in der Leistungsstufe C im Jahr 2001 in der Stadt Salzburg.